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Foto Rallye – wie es dazu kam

Wie kommt man auf die Idee eine Seite www.foto-rallye.de zu entwerfen? Im vergangenen Jahr war ich Teilnehmer einer Stadtrallye, die mit meiner Abteilung veranstaltet wurde. Die Rallye wurde von einer Kollegin organisiert und führte uns durch das Gebiet rund um den Hamburger Michel und die Speicherstadt. Dabei entdeckten selbst schon lange in dieser Stadt lebende Kolleginnen und Kollegen neue Seiten. Man war auf angenehme Art und Weise gezwungen, sich mit eigentlich bekannten Dingen auseinander zu setzen.Diese Rallye beschäftigte mich seitdem immer wieder, und ich wollte so etwas mit meinem Hobby, der Fotografie, verbinden.

Mir gingen so einige Gedanken durch den Kopf, um eine Lösung zu finden:

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Update

Update: Die Seite www.foto-rallye.de gibt es nicht mehr. Was davon übrig blieb findet sich in diesem Artikel. Alle anderen Artikel der Seite sind weitestgehend auch hier wieder angekommen.

 

Weiterentwicklung
Man verfällt doch recht schnell wieder dem bekannten Stil und widmet sich kaum neuen Betrachtungsweisen. Aus fotografischer Sicht entwickelt man sich so kaum weiter. Die Bilder werden davon auch nicht besser, sondern langweilen meist bei gleich bleibenden Motiven.

Aufgabenstellung
Meine Podcaster des Vertrauens Boris und Chris von „HappyShooting“ und „TipsFromTheTopFloor“ stellen ihren Hörern in regelmäßigen Abständen Aufgaben. Man ist dadurch gezwungen, sich mit vielleicht ganz unerwarteten und neuen Themen auseinander zu setzen. So spielte ich doch verschiedene Umsetzungmöglichkeiten auf dem Weg zur Arbeit durch und betrachtete einige Dinge aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Gemeinschaft
Bei verschiedenen Treffen mit anderen Hobbyfotografen ergab sich oft die Frage: Wo geht man hin? Welchen Schwerpunkt setzt man sich? Und dann hab ich für meinen Teil doch gemerkt, dass ich wieder kaum Neues probiert habe und die anschließende Bildbesprechung kam auch zu kurz.

Organisieren
Bei einem Hörertreffen von HappyShooting Ende 2007 hab ich doch wieder festgestellt, dass ich nach wie vor Spass an der Organisation von Veranstaltungen habe. Wenn dann auch noch die Lokalität ankommt, umso besser. Da kommt dann doch die Vereinsarbeit der Vergangenheit durch.

Folgende Idee ist dabei entstanden:
Ich organisiere ein Treffen von interessierten Fotografen in Form einer abgewandelten Stadtrallye. Auf dem Weg durch die Stadt müssen diesmal jedoch keine Wissensfragen gelöst werden. Es gilt nun, die einzelnen Aufgabenstellungen an den Punkten der Rallye fotografisch zu lösen.

Dazu sollten kleinere Gruppen gebildet werden, die in gewissen Zeitabständen auf den Weg gehen. Mit dabei eine Wegbeschreibung und die Aufgaben. Vorstellen könnte ich mir derzeit so Aufgaben wie: „Auf dem Weg von A nach B setze das Thema Streetlife um“. Genaueres ist noch in meinem Kopf und würde den Teilnehmern auch erst vor Ort bekannt gegeben werden.

Am Ende der Tour geht man nicht auseinander, sondern trifft sich in einer passenden Lokalität zur Bildbesprechung und Siegerehrung. Doch wie ermittelt man diesen?

Die komplette Bilderflut von möglicherweise 15 oder mehr Teilnehmern wäre kaum in einer großen Runde zu bewältigen. Meine Vorstellung ist nun, dass sich die einzelnen Gruppen im Anschluß an einen Rechner zusammensetzen und ihr bestes Bild je Aufgabe wählen. Das Best-Of aus jeder Gruppe gelangt dann in die große Besprechungsrunde und man könnte die besten Aufnahmen wählen. Dazu gehören würde dann ein Beamer, ebenso eine Leinwand, sofern keine geeignete Wand vorhanden ist.

Sollte es keine gemeinsame Bildbesprechung geben, könnte ich mir eine alternative Variante via Internet vorstellen. Bildbesprechung via flickr.com oder einer hier angeschlossenen eigenen Galerie.

Die Touristentour

Die Touristentour hat ihren Namen aus einem Grund: Sie führt zu den typischen Touristenzielen der Stadt Hamburg. Sie wird die Teilnehmer zum Michel, dem Portugiesenviertel, Landungsbrücken und Speicherstadt führen. Die Gesamte Strecke wird wohl rund 5km lang werden.

1. Zitronenjette
Hamburg bietet mehr als ein „Orginal“. Wer kennt Henriette Johanne Marie Müller, genannt „Zitronenjette“? Die Dame verkaufte in den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhundert Zitronen am Gasbrook und in Kneipen der Neustadt. Ihr Ende fand sie allerdings in der Anstalt Friedrichsberg. Dort wurde sie wegen Trunkenheit und geistiger Verwirrung eingeliefert.
„Dien Leben wer suur/As de Zitronen, sail/sick dat Erinnern an/di lohnen? Dien Schik-/sol wiest op all de/Lüüd, for de dat Glück/het gor keen Tiet.“ Dies war der Anlass für die Statue.

Aufgabenstellung

für Gruppen: Ein Gruppenfoto mit Jette. Wie die Touristen oder doch eher mit saurem Bezug …?

für Einzelpersonen:
Was, von dem was Jette als Statue heute sieht, könnte sie sauer machen?

2. Krameramtsstuben
Östlich des „Michel“, im Kreyenkamp 1 ist eines der immer seltener werdenden Stücke des Alt-Hamburg zu sehen. Der Hinterhof ist für seine Zeit sehr typisch. In ihm stehen beiderseits so genannte Krameramtswohnungen. Sie wurden 1670 vom Krameramt für die Witwen der Kramerzunftgenossen erbaut.Aufgabenstellung: Gedreht

Beschreibung: Alles was darunter fallen kann. Ein kleiner Tipp: Schaut mal nach den Schornsteinen des Hauses mit der Nummer 1!

3. St. Michaelis Kirche
Eine von den fünf Hamburger Hauptkirchen ist die St.-Michaelis Kirche, auch „Michel“genannt. Sie ist ein Wahrzeichen Hamburgs, da sie von Seeleuten auf einlaufenden Schiffen gut sichtbar ist. Sie gilt als bedeutendste Barockkirche Norddeutschlands und ist dem Erzengel Michael geweiht. An der heutigen Stelle wurden bereits drei Kirchen errichtet, die erste in den Jahren 1647-1669. Das Hauptschiff des heutigen Michel wurde vom zweiten Weltkrieg nicht verschont und die Beseitigung der Schäden dauerte bis ins Jahr 1952. Seit 1993 wird er kontinuierlich renoviert.Aufgabenstellung: ZeitBeschreibung: Was könnte an und um den Michel dazu passen? Dies kann der Zahn der Zeit sein, das Uhrwerk, …

4. Portugiesenviertel
Das Hamburger Portugiesenviertel liegt auf dem Weg zwischen „Michel“ und den Landungsbrücken. In diesem Teil von Hamburg-Neustadt haben seit den 1960er Jahren viele portugiesische Einwanderer eie neue Heimat gefunden. Dies spiegelt sich auch in den zahlreichen portugiesischen Restaurants, Cafés und Pastelarias wieder, die nicht nur Touristen in diesen Teil der Stadt ziehen. Der gastronomische Teil findet ebenfalls Anklang bei den Angestellten in den umliegenden Büros und bei schönem Wetter laden einige Cafe´s und Restaurants zum draußen sitzen ein.Aufgabenstellung: Street-LifeBeschreibung: Alles was sich auf / an den Straßen zwischen „Michel“ und Landungsbrücken abspielt.

5. Landungsbrücken
Eine der bekanntesten Touristenattraktion und Verkehrsknotenpunkt für U-Bahn, S-Bahn und Fähre sind wohl die St. Pauli Landungsbrücken. Der erste Schiffsanleger wurde 1839 an der Stelle der heutigen Landungsbrücken errichtet. Das heutige Abfertigungsgebäude mit seinen schwimmenden Pontons wurde erst in den Jahren ab 1907 errichtet. Früher legten an der über 600 Meter langen Anlegestelle die großen Passagierdampfer der Überseelinien an. Heute sind es nur noch die HADAG-Fähren, Barkassen und Katamarane und auf der Landseite die Touristenbusse.Aufgabenstellung: Näher dran!Beschreibung: Detailaufnahme, ein Subjekt in den Vordergrund stellen, ohne es als Ganzes aufzunehmen; auch Makro; der Ausschnitt sollte in der Kamera entstehen, nicht durch nachträgliche Wahl des Ausschnittes per EBV! Nutz dafür die gesamte Wegstrecke bis zur Kehrwiederspitze.

6. Kehrwiederspitze
Der Kehrwieder ist eine Insel in Hamburg, sie bildet einen Teil der historischen Speicherstadt. Durch den Bau des Zollkanals wurde sie von der Altstadt abgeschnitten.Bei einer organisierten Tour würde ich vor der Wache der Hafenpolizei warten. Dort kann man dann auch abschätzen ob schon Gruppen verloren gegangen sind, Suchmeldungen aufgeben und für die letzte kürzere Etappe motivieren. ;-)Aufgabenstellung: Keine!

7. Speicherstadt
Zum Baubeginn der Speicherstadt im Freihafen wurden ab 1883 die Häuser auf den Elbinseln Kehrwieder, Brook und Wandrahm abgerissen, die zu einem besonders malerischen Altstadtviertel aus dem 17. und 18. Jahrhundert gehörten, das noch fast vollständig erhalten war. Etwa 20.000 Menschen mussten neue Wohnungen finden, in der Regel ohne staatliche Unterstützung. Der erste Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, prägte aus diesem Anlass das Wort von der „Freien und Abrissstadt Hamburg“.

Die Kaufleute betrachteten den Bau jedoch als notwendig, nachdem Hamburg sich dem Deutschen Zollverein im Jahre 1888 anschloss. Bis zu diesem Zeitpunkt war ganz Hamburg Zollausschlussgebiet. Um den Hafenbetrieb nicht durch Zölle zu stören, wurde der Bau eines Viertels nötig, das nicht dem deutschen Zollgebiet angehörte, sondern Freihafengebiet war. In dieser Enklave sollte weiterhin das angestammte Privileg der Hamburger Kaufleute gelten, Importgüter zollfrei lagern, veredeln und verarbeiten zu dürfen. Dadurch konnte der Überseehandel zollfrei abgewickelt werden.
Quelle: WikipediaAufgabenstellung: ArchitekturBeschreibung: In der Speicherstadt trifft man auf Altes, Neues, vor Hochwasser geschützte Fußwegen und natürlich auch Brücken!

8. Deichstrasse
In der Deichstrasse finden sich die letzten althamburgischen Bürgerhäuser. Errichtet wurden diese aus Platzmangel tatsächlich auf dem Deich zwischen Fleet und Straße. Das älteste erhaltende Gebäude stammt aus dem Jahre 1842.
Zur Straße hin sind die Fachwerkhäuser mit repräsentativen Fassaden ausgestattet, zur Fleetseite kann ihr Fachwerk bewundert werden. Dort befinden sich Ladeluken, über die die Schuten im Nikolaifleet mittels eines Flaschenzugs entladen und die Waren direkt in die als Speicher genutzten Räume des Hauses gebracht werden konnten.Das Kaufmannshaus mit der Nummer 37 „Althamburgisches Bürgerhaus“ ist an einigen Tagen sogar geöffnet.Aufgabenstellung: Linien!

Beschreibung: Schenkt bei Aufnahmen in der Deichstrasse im Bild sichtbaren Linien eure Aufmerksamkeit, Straßenführung, Gebäude usw. .

9. Der Weg zur Kirche
Auf dem Weg zur Katharinenkirche achtet auf die Häuserfronten in der Katharinenstraße. Diese Gebäude passen so gar nicht in das Bild Hamburgs. Alle Teile der Gebäude? Nein, nicht ganz. Ein Eingang konnte sich bis heute halten.Aufgabenstellung: Eingang!
Beschreibung: Wie kann man den Eingangsbereich als interessante Aufnahme gestalten?

10. St. Katharinen
Die Katharinenkirche ist die zweite der fünf Hauptkirchen auf dieser Tour. Ihr Turmschaft aus dem 13. Jahrhundert ist das älteste aufrecht stehende Bauwerk Hamburgs. Die barocken Türportale stammen aus alten Hamburger Kaufmannshäusern.Aufgabenstellung: Freestyle!

Beschreibung: Zum Abschluss gibt es kein Festgelegtes Thema. Man darf seinen Wünschen freien Lauf lassen, auch wenn es nur noch der Wunsch nach einem Kaltgetränk sein sollte.

11. Der Abschluss
Nachdem hoffentlich alle Gruppen in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen an der Kirche angekommen sind, kann es gemeinsam weiter gehen. In unmittelbarer Umgebung laden zahlreiche Restaurants ein. Welches und wo genau ist noch zu bestimmen, da es einige, von weiteren Entscheidungen abhängige, Kriterien erfüllen muss.Wer gerne nach Hause möchte kann dies ebenfalls leicht tun. Die Linie U1 hat in der Nähe eine Haltestelle und auch der Hauptbahnhof ist nicht mehr allzu weit entfernt.

Vielleicht folgt mal noch jemand dieser Tour, dann viel Spass auf der Tour!

Quellenangaben: Die meisten historischen Informationen stammen von Wikipedia